Mit Altenpflege in die Zukunft

Laut der Statistik der Agentur für Arbeit ist die Altenpflege der wohl gefragteste Beruf, zumindest auf der Arbeitgeberseite. Ausgeschriebene Stellenangebote stehen hier nur einer geringen Anzahl von arbeitslosen Fachkräften gegenüber.  Dazu sei noch erwähnt, dass der Agentur für Arbeit die Arbeitslosenzahlen zu etwa 100% bekannt ist, die Anzahl der offenen Stellen liegt jedoch weit höher.

Hohe Vakanz, trotz hoher Nachfrage

Durch lokale aber auch anforderungsspezifische Unterschiede hat dieses Berufsfeld eine der höchsten vakant Raten in Deutschland. Vakant heißt für das Jobcenter folgendes: Der Posten soll zum 01.01.20xx besetzt sein, es wird jedoch erst am 01.03.20xx eine passende Fachkraft eingestellt, so ist die Stelle zwei Monate vakant.

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Abhilfe durch Umschulung zur Fachkraft für Altenpflege

Wie kann man nun die hohe Anzahl an vakanten Stellen reduzieren? Die Bundesregierung hat 2013 eine Förderung ins Leben gerufen, die die Umschulung zum Altenpfleger/in über die Ausbildungszeit von drei Jahren fördert. Diese Förderung läuft am 31.12.2017 aus, danach muss die neu geformte Regierung entscheiden ob eine weiterführende Förderung möglich ist.

 

Die Schwierigkeiten mit dem Image

Für viele junge Menschen ist der Pflegeberuf unattraktive, ein „aufpolieren“ des Berufsbildes, das die meisten im Kopf haben, wäre daher von Nöten. Hört man sich um bekommt man immer zu hören „Ich wische doch niemanden den Arsch ab.“ In drei Jahren Berufsausbildung lernt man neben der Körperpflege noch zahlreiche andere nützliche Tätigkeiten die auch zur Altenpflege gehören. Und wer denkt Altenpfleger ist gleich Altenpfleger, der irrt. Es gibt viele Weiterbildungen in der Berufsgruppe, wie Betreuungskraft nach §53c SGB XI oder Altentherapeut, nur um zwei zu nennen.

 

Probleme bei der Stellenbesetzung

Aber auch die Kommunikation zwischen den Pflegeunternehmen und potentiellen Fachkräften hat ihre Tücken. Viel zu oft wird auf Grund der Vielfältigkeit der Sprache aneinander vorbeigeredet, und Internetsuchmaschinen und Jobbörsen die nur nach gleichen Wortlauten suchen, tun ihr restliches. Eine verbesserte Kommunikation kann gelingen, indem man beide Gruppen dazu bringt genau denselben Wortschatz zu verwenden.

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